Leuchtstifte oder
Textmarker im Test
Textmarker (auch Leuchtstifte genannt) bringen Licht ins Buchstabendunkel. Wir waren neugierig und haben die 11 verschiedene Stifte miteinander verglichen. Stabilo Boss teilt sich die Spitze mit dem Faber Castell und Artline 660. Währenddessen ist die Pastellvariante überraschend angenehm ins Auge gestochen.
Übersicht der Testauswahl
Die Auswahl aller Leuchtstifte von Stabilo, Faber Castell, Pilot, Artline, BIC und Q-Connect wurden auf ihre Leuchtkraft und Handhabung getestet.
In grossen Fliesstexten heben Sie relevante Wörter oder Passagen hervor, sorgen für Struktur und Gedächtnisstützen und leuchten in auserwählten Kunstwerken unter UV Licht. Der Textmarker gehört seit seiner Entwicklung in den 1970er Jahren zur Standardausrüstung in jeder Lern- oder Arbeitsumgebung.
Der Stabilo Boss ist in dieser Sparte zum Klassiker und unsterblichen Design-Ikone geworden. Nur, hält dieser auch tatsächlich sein Qualitätsversprechen? Denn Textmarker werden auch von bewährten Marken wie Faber Castell, Artline und Pilot hergestellt.
Auf Leuchtkraft, Keilspitze und Handhabung getestet
Wir haben elf verschiedene Textmarker auf Schreibfluss und Farbintensität miteinander verglichen. Dabei wurde auch die gefühlte Produktqualität des Gehäuses und die Markierfähigkeit im kompakten Fliesstext miteinbezogen.
Da Gelb die meistverkaufte Stiftfarbe ist haben wir uns auf Stifte dieser Farbe beschränkt. Für eine kleine Horizonterweiterung hat sich an auserwählter Stelle allerdings ein Tupfer Grün eingeschlichen. Generell sind Leuchtstifte in bis zu 9 verschiedenen Farben und zeitgemässen Varianten wie Pastell erhältlich.
Auch interessant waren die diversen Keilspitzen und das daraus resultierende Schreibgefühl.
Wichtige Anmerkung - Wir haben alle erdenklichen Tricks aus der Postproduktionskiste gezogen, um die Leuchtkraft des Gelbs möglichst authentisch wiederzugeben. Trotzdem ist es nicht gelungen die tatsächliche Leuchtkraft zu hundert Prozent abzubilden. Zusätzlich können die abgebildeten Beispiele je nach Bildschirmeinstellung variieren.
Wir empfehlen den Test bei Neugierde einmal selbst auszuprobieren und verschiedene gelben Leuchtstifte miteinander zu vergleichen. Die Unterschiede können verblüffend sein.
Mit dem Boss hat Stabilo den absoluten Klassiker unter den Textmarkern geschaffen. Die markante Form entstand laut Firmenlegende, als ein frustrierter und einfallsloser Chefdesigner die Modelliermasse platt schlug.
Seither gehört der Leuchtstift quasi zum Standardinventar im Büro. Er rühmt sich mit einer besonders langen Lebensdauer von durchschnittlich 10 Jahren und verfügt über einen Austrocknungsschutz von 4 Stunden. Mehr zum Stabilo Boss und der Marke dahinter findest du auch im ausgedehnten Marken Review.
Im Test überzeugt der Stift durch die hohe Leuchtkraft die im Vergleich mit anderen Textmarkern definitiv vorne liegt. Dazu kommt eine angenehme Handhabung und die zuverlässige Keilspitze. Erhältlich in 9 verschiedenen Farbvarianten ist gelb definitiv die beliebteste. Das macht den Boss zu einer optimalen Wahl.
Der Splash ist im Grunde eine aufgewertete Variante vom Stabilo Boss. Denn dieser ist mit einer Gummigriffzone versehen und stabilisiert den Stiftschaft besser in der Hand.
Eine gute Wahl für den Schulunterricht oder Arbeiten im Aussenbereich, etwa in feuchten oder rutschigen Umgebungsbedingungen.
Auch der Swing Cool ist von der Leuchtkraft identisch mit dem Stabilo Boss. Unterscheiden tut er sich in der etwas kleineren Keilspitzenbreite, dem schmalen Gehäuse sowie einem zusätzlichen Clip zum Anheften.
Das macht den Textmarker zu einer interessanten Wahl für unterwegs, oder wenn man auf ein kompaktes Set verschiedenfarbiger Leuchtstifte zurückgreifen möchte.
Stabilo swing cool Pastell
Mit der Pastellserie hat Stabilo für den Swing Cool ein trendiges Farbkonzept ins Sortiment aufgenommen. Tatsächlich überraschte uns die spezielle Leuchttinte.
Denn während der fluoreszierenden Wirkung in der Farblösung vermindert wurde, wirkt das Gelb dennoch satt und kräftig. Erstmals etwas ungewohnt, auf den zweiten Blick bald aber sehr angenehm, da es nicht unaufdringlich ist.
Eine Kaufempfehlung für alle, die eine ruhige und ausdrucksstarke Markeralternative suchen.
Kommen wir zum ersten Textmarker, der nicht aus dem Hause Stabilo stammt. Der BIC Flex ist deswegen erwähnenswert, da er als einziger Stift im Test in der Stiftspitze von der klassischen Form abweicht.
Stattdessen kommt er mit einer spitzen, pinselartigen Stiftspitze daher. Die Strichbreite ist dadurch bei weitem nicht so breit wie bei herkömmlichen Leuchtstiften, was ihn unter Umständen etwas gewöhnungsbedürftig in der Handhabung macht. Auch von der Leuchtkraft bewegt er sich im Mittelfeld. Der Stift liegt jedoch gut und dank Gummigriffzone fest in der Hand und lässt sich gut führen. Etwas schade, dass dieser Stift nur im 4er Etui erhältlich ist.
Der BIC Flex ist Leuchtmarker für die heimlichen Freunde der Kalligraphie unter uns.
Ein Leuchtmarker im Mittelfeld. Die Leuchtkraft ist jener von Stabilo ähnlich, die Stiftform mit Kappe und Clip der Norm angepasst.
Der Füllstand lässt sich im teils transparenten Gehäuse ablesen. Die Stiftspitze schreibt erstaunlich zuverlässig. Dennoch kommt er nicht ganz an die Messlatte von Stabilo heran.
Den Connect Leuchtmarker empfehlen wir als gezieltes Alternativprodukt.
Der Pilot Frixion ist im Test als Sonderfall aufgefallen. Denn der Stift konnte in allen Belangen nicht überzeugen und ist eigentlich nicht der Rede wert.
Wäre da nicht eine einzige Besonderheit.
Denn das Plastikgehäuse rutscht schnell in der Hand, die Leuchtkraft ist bei weitem die schwächste von allen getesteten Stiften. Allerdings lässt sich die Leuchttinte dank dem patentierten Gummi am Stiftende wieder restlos ohne Rückstände ausradieren, ohne das Papier zu beschädigen.
Der Frixion Leuchtmarker ist ein Nischenprodukt und nur dann die richtige Wahl, wenn Markierfehler wieder bereinigt werden sollten. Ein mögliches Einsatzgebiet ist die Schule, denn dieser Textmarker kann Fehler verzeihen.
In allen Belangen identisch mit dem Standard Frixion Textmarker. Von der suboptimalen Handhabung bis zur radierbaren Tinte.
Dieses Produkt springt auf die Pastell-Trendschiene auf und ist in einer breiten Farbpalette von Orange bis Pink erhältlich. Allerdings von der Leuchtkraft wenig überzeugend. Hände weg, ausser Markierungen sollen bewusst wieder radiert werden können.
Möglichkeiten sehen wir bei Bastelexperimenten, wiederum in Schulen oder Kindergärten.
Als Textmarker hat uns der Artline 330 im Test voll überzeugt. Die aussergewöhnliche Stiftform liegt angenehm schmal in der Hand, und ist für einmal nicht wie die Vergleichsprodukte ganzkörperlich im Signalgelb gefärbt. Die Leuchtstärke der Tinte ist jener vom Stabilo Boss sogar überlegen und sticht richtig gut hervor.
Rundum ein tolles Produkt, das wir mit gutem Gewissen unter die Top 3 der Empfehlungen stellen.
Der Q-Connect Textmarker überrascht, denn von der Leuchtkraft kann er beinahe mit jener vom Stabilo Boss mithalten.
Besonders aufgefallen ist der starke Tintenfluss. Der Connect Textmarker klatscht richtig viel Farbe aufs Papier und verfügt damit gefühlt über die höchste Strichbreite. Unter Umständen eine willkommene Eigenschaft. Das kann aber überraschen und schnell auf Nachbarzeilen überfliessen.
Leider sieht das Gehäuse nicht besonders wertig aus und positioniert sich (bewusst) im Discounterbereich. Der präsent aufgedruckte Strichcode hilft hier auch nicht weiter.
Dieser Leuchtmarker kann gut als Alternativprodukt herbeigezogen werden.
Der letzte Textmarker im Test und ein weiteres Markenprodukt. Der Faber Castell kann locker mit dem Stabilo Boss mithalten. Die Leuchtkraft der Tinte ist sogar stärker und strahlt wie ein Abklatsch der Sonne auf den Textzeilen.
Leider wirkt das Gehäuse sehr schlicht ist mit dem Q-Connect Produkt zu vergleichen. Dieser Stift stellt klar Funktion vor Form und punktet dort stark obenaus.
Im Test katapultiert er damit sich problemlos unter die Top 3.